10 Jahre Labnotes

Labnotes habe ich 2006 ins Leben gerufen, weil ich es cool fand. Jeder hat in dieser Zeit angefangen zu schreiben, träumte von der Karriere als selbstständiger Journalist/Blogger oder dachte doch zumindest, dass die Welt nur auf ihn gewartet hat. Zehn Jahre später macht sich natürlich Ernüchterung breit. Von den Blogs, insbesondere den wissenschaftlichen Blogs, die in der Zeit entstanden ist nur noch ein Bruchteil übrig, schließlich ging das Leben weiter. Und wer will sich schon immer mit dem Mist auseinandersetzen müssen, den er vor Jahren geschrieben hat, etwas, auf das man unweigerlich zurückgeworfen wird, wenn das, was man schreibt nicht in einer Kiste zum verstauben landen kann.

Zu meinem großen Erstaunen gibt es labnotes immernoch. Ursprünglich hatte ich es als Wissenschaftsblog zu konzipieren konzipieren wollen, eine Idee, die aber daran scheiterte, dass mein Interesse auch so vielem anderen gilt. Nach all den inhaltlichen, strukturellen und layouttechnischen Metamorphosen bin ich zufrieden, dass Labnotes ein Blog ist, der dem Konzept einer Kladde oder Sudelbuch noch am nächsten kommt. Er dient der Auslagerung interessanter Dinge, Links, die ich weiterverfolgen wollte und die meine Bookmarks zum explodieren bringen, Notizen, die sonst auf A8 Zetteln, Rechnungen, Briefumschlägen in Schuhkartons landen.

In seinem Istzustand behandelt Labnotes Themen, die sich mit persönlicher Entwicklung und Lernstrategien auseinandersetzen. Hinzu kommen Gedanken zu einigen Büchern, die ich lese. Irgendwo stehen immernoch die Auseinandersetzung mit einigen Aspekten wissenschaftlichen Arbeitens und interessanter Ideen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Wer sich als Leser damit anfreunden kann, sei herzlich eingeladen, auf diesen Seiten zu stöbern.