Archive for April, 2010

“Form feeds function”

Posted in Bio und Tech, Kunst und Kultur on April 25th, 2010 by xipulli

IBM kolportiert gerne das Motto “Form feeds funcion” (bzw. form follows function) und einige Menschen verwenden die Berühmtheit dessen (schon wesentlich älter) gern als Entschuldigung für schlechtes Design bei guter Funktionalität (siehe wikipedia). Daher ist vielleicht immer wieder überraschend, wieviel schönes Denken doch in den Alltagsgegenständen steckt, mit denen man sich so umgibt. Wer hätte denn gedacht, dass die Grundform des Rechners, an dem dieses Blog geschrieben wird von diesem Designer erdacht wurde, der beiläufig auch noch eine wirklich praktische Form der Parmesanreibe entwickelt hat? Nicht umsonst ist auch sein Nachfolger bei IBM (inzwischen Lenovo) der Meinung “Design matters“. Ein schöner Artikel dazu nachzulesen in der Zeit.

(das neue Lenovokind ist auch von ihm designed worden)

Gekritzel

Posted in Bio und Tech, Politik und Gesellschaft on April 23rd, 2010 by xipulli

Gerade flatterte ein Artikel durch SPON, in dem eine Studie zitiert wird, die die Anzahl publizierter Artikel mit Positivbefunden bezüglich der gestellten These korelliert. Und es findet sich auch ein Zusammenhang:

“Across all disciplines, papers were more likely to support a tested hypothesis if their corresponding authors were working in states that, according to NSF data, produced more academic papers per capita. The size of this effect increased when controlling for state’s per capita R&D expenditure and for study characteristics that previous research showed to correlate with the frequency of positive results, including discipline and methodology. Although the confounding effect of institutions’ prestige could not be excluded (researchers in the more productive universities could be the most clever and successful in their experiments), these results support the hypothesis that competitive academic environments increase not only scientists’ productivity but also their bias.”

Aus der Praxis von mehreren Jahren Frustration wegen unpublizierter Daten aufgrund von Negativergebnissen heraus ist man geneigt, dem Glauben zu schenken. Einziger Minuspunkt: Auch diese Studie ist ein Positivbefund…

Update:
In China ist es offenbar schon seit Jahren Gang und Gebe, zu veröffentlichende Artikel (insbesondere, wenn sie englisch sein sollen) nicht selbst zu verfassen, sondern Ghostwritern zu übertragen. Ein Artikel dazu und wie das den Wissenschaftsbetrieb beeinflusst hier.

Infrastruktur

Posted in Notizen, Politik und Gesellschaft on April 22nd, 2010 by xipulli

Ich weiß schon, warum es mit der deutschen Forschung bergab geht: Seitdem das Bestellungssystem umgestellt wurde, sind beiläufig zu erledigende Dinge, wie Materialien bestellen ein so großes Hindernis geworden, dass man mit dem reinen Organisationsaufwand sich in der Infrastruktur zurechtzufinden einen kompletten Tag braucht. Zum Glück haben wir nichts anderes zu tun, als unsere Mitforscher vom arbeiten abzuhalten, weil wir auf ihren Dietrich angewiesen sind. In nicht allzu übertriebener Art und Weise funktioniert es ungefähr so an einem großen deutschen Uniklinikum:

gern gesehen

Posted in Notizen on April 22nd, 2010 by xipulli

Meine alte, mich die letzten 6-8 Jahre treu begleitende Brille hat den Geist aufgegeben. Wer hätte gedacht, dass dafür ein einfaches in die Tasche stecken ausreicht, es endete in einem Bügel weniger und verbogenem Restmaterial. Da das Provisorium genau 2 Tage hielt und eine Reparatur ziemlich unmöglich schien, musste eine musste eine neue Brille her. Eine kleine. Kein leichtes Unterfangen, da der Trend wieder zu größeren Brillen geht glaubt man den Verkäufern. Aber kein unlösbares Problem, wie sich herausstellte: schicke Brille, schicke Firma, jetzt auf meiner Nase.

Island…reisen

Posted in Notizen, Unterwegs on April 20th, 2010 by xipulli

Wer irgendwo festsitzt und gerade nicht wegkommt, dem wird spätestens seit diesem Monat Island ein Begriff sein, weil die Aschewolke des Eyjafjallajökull einmal quer über Europa zieht. Man könnte einen Diskussionsfaden aufmachen, ob es jetzt sinnvoll ist, unter der Wolke zu fliegen (wie die 50 Flüge ) oder das Risiko verstopfter Turbinen in Kauf zu nehmen oder sonstewie, ich frag mich allerdings wirklich, warum die Reisenden, wenn sie seit anderthalb Wochen nicht nach Hause kommen noch nicht auf die Idee gekommen sind, es mal ernsthaft mit dem Land und Wasserweg zu versuchen? Inland ist ja klar, die Bahn meint ja auch, dass sie voll ist. Aber Ausland? Warum kommt Tina Groll in Dehli nicht auf die Idee zur Küste zu fahren und wirklich zu reisen? Per Schiff? Aber heutzutage wollen die Menschen (und informationshungrige Journalisten) ja innerhalb von 48h am Ziel ihrer Wünsche sein. ok. Und langsam reisen ist auch anstrengend. Aber spannend. Und dann hätte sie immerhin eine Geschichte zu erzählen, die die Zeit auch abdrucken würde ohne, dass es Seitenlang dämliche Kommentare regnet.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Wenn ich nicht gerade anderweitig eingespannt wäre, würde ich heute noch nach Island fahren, um DAS (und DAS) zu sehen. Die Route könnte sich entspannt gestalten: nach Esbjerg mit dem Zug (1x umsteigen) und per Schiff innerhalb von 2 Tagen nach Seydisfjördur.

Was will man sagen…leider kommt mir gerade anderes dazwischen.

Update: Natürlich hab ich keinen Augenblick daran gedacht, dass es ja Transitreisende gibt. Hierzu ein äußerst kluger Artikel hier.
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Weil es offenbar niemand in den Medien auszusprechen weiß:

Eyja-fjadla-jö-küdl

(offenes ö, sehr kurzes ü, doppelte ls werden im Isländischen meist zu “dl”)

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