Helikopterleben

Der Mensch kreist um sich selbst und ich bin da nicht anders.

In den letzten Monaten habe ich viel über Lernstrategien gelesen und auch das eine oder andere dazu geschrieben. Der Grundgedanke, der jede dieser Strategien durchzieht ist: Tue eines nach dem anderen und so wenig wie möglich gleichzeitig. Dieser Gedanke widerspricht allem, was uns die heutige Zeit scheinbar vorlebt, denn alles passiert gleichzeitig und möchte, nein sollte! von uns wahrgenommen werden, goutiert, verdaut und wieder ausgespuckt.

Woran ich das derzeit festmache ist die Menge an Leseproben, die auf meinem Lesegerät schlummern und zu denen ich nicht die Zeit finde, sie zu lesen. Wie kann man sich auf eine Sache konzentrieren, wenn man alles interessant findet?

Es gibt keine befriedigende Antwort auf diese Frage, denn das hieße loszulassen von dem, was einem zwar lieb ist, das aber eben immer wieder aus dem Fokus ist, weil es keine Priorität hat. Nicht jeder ist ein Neal Stephenson, der seine Prioritäten so klar formulieren kann (verlinkt auf  seiner Kontaktseite ). Der Weg dahin ist länger als gedacht und wie an anderer Stelle geschrieben, bewegt man sich in Zyklen darauf zu.