Eugène Atget- Ausstellung

Manchmal begegnet einem erstaunliches. Nachdem ich gut gelaunt aus der Seidenstraßenausstellung im Gropiusbau kam, bin ich noch in die angrenzende  Retrospektive über Eugène Atget gegangen.  Was für eine Entdeckung:

Eugène Atget (1857–1927), zunächst mehr oder weniger erfolgloser Schauspieler fing ab ca 1888 an, sich mit der damals neuen Technik, der Photographie zu beschäftigen. Bereits ab 1889 und bis 1927 widmete er sich einer beispiellosen Dokumentation des „alten Paris„, das im Zuge der extremen Bevölkerungsentwicklung um die Jahrhundertwende und dreier Weltausstellungen bis 1937 durch kleine und große Bauprojekte fast vollständig abgerissen wurde. Das besondere der Arbeits Atgets war neben der systematischen Erfassung das ausgeklügelte Spiel mit Licht- und Schatten, das Photographen noch lange beeinflußt hat.
Der Künstler Atgets wurde zu seiner Zeit nicht weiter beachtet  und es wäre wohl auch so geblieben, hätten nicht die amerikanischen Avantgardekünstler Man Ray und Berenice Abbott in den 20er Jahren angefangen, seine Bilder zu sammeln und auszustellen. Abbott war es dann auch, die nach dem Tod Adgets sich durch die Vorstellung bei verschiedenen Galeristen um die heutige Bekanntheit Atgets verdient gemacht hat und die ihre Kollektion an Atget-Photographien mit dem Verkauf an das Museum of Modern Art in New York 1968 einem großen Publikum zugänglich machte.

2 Gedanken zu „Eugène Atget- Ausstellung

  1. Hey Xi,

    ja inzwischen haben auch wir endlich die Ausstellung bestaunt, wenn wir auch in weiser Voraussicht erstmal nur Karten für die Seidenstraßenausstellung kauften, und nicht gleich auch noch für die Fotoausstellung. Trotz der extra reich bemessenen Zeit von fast 3 Stunden schafften wir es mit ach und krach gerade so die Seidenstraßenausstellung anzusehen. Warum wir so lange brauchte? Naja, die Beschreibung der durchaus tollen Objekte war so schlecht, daß wir uns sehr lange darüber aufregen mussten, diskutieren mussten, versuchen mussten herauszufinden wieso das Steingefäß aus Holz sein soll und gelegentlich mussten wir sogar die Wikipedia über den korrekten Artikel befragen. Natürlich hiess es nicht DIE Dechsel, sondern DER Dechsel!!! Warum lassen die eigentlich nie kompetente Leute die Schildchen verfassen? Letztendlich schienen die englischen Schilder wesentlich besser zu sein, die deutschen nur eine sehr schlechte Übersetzung der englischen …
    Auch blieb der Bezug zur Seidenstraße völlig unklar, der Titel der Ausstellung war total verfehlt, … leider, denn wie gesagt waren die Objekte und Fotos total genial. 🙂
    Naja, dann werden wir wohl nochmal extra in die Paris-Fotoausstellung gehen, die läuft ja noch bis zum 6. Januar.

    Bis heute abend?
    Snorf!

  2. Ja, die Seidenstraßenausstellung war wirklich grandios schlecht dargestellt. Ich frage mich schon die ganze Zeit, ob neben der Tatsache, dass man offensichtlich die falschen Leute an die Strukturierung der Ausstellung (Karten?!…uben genannte Beschilderung ect.) gelassen hat, nicht auch einfach zu wenig von dieser Zeit in dieser Umgebung weiß, als dass sich konkrete Aussagen zu den dargestellten Gegenständen machen ließen. Aber dann hätten sie auch eigentlich den Arsch in der Hose haben können, das auch so zu sagen und sich nicht irgend etwas zusammenzureimen…

    Viel Spaß wünsche ich schonmal in der anderen Ausstellung.

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