Post-Penderecki

Das Großprojekt. Endlich, nach anderthalb Stunden, hört den Schlußakkord verklingen, denkt sich gerade noch „geschafft?“ und wundert sich bereits, dass es schon wieder vorbei ist. Penderecki hört man in Berlin nicht alle Tage und (Eigenlob stinkt, aber was solls) allzu schlecht waren wir nicht. Die Zusammenführung der beiden großen Laienchöre Berlins unter einem Dirigat war von Erfolg gekrönt, denn Orchester, Solisten und auch das Publikum schienen zufrieden. In der Presse gab es immerhin zwei Rezensionen (die vom Tagesspiegel ist zugegebenermaßen ein bischen kurz) und letztlich kann man ganz zufrieden sein.

Interessant ist, was bleibt: Jedesmal, wenn eine Frauenstimme in der Straßenbahn kichert zählt man automatisch Triolen und vervollständigt die Linie nach oben oder unten. Auf dem Fahrrad singt man statt der üblichen Standards Freejazz. Kleine Terzen sind plötzlich ein echtes Problem, komischerweise sitzen die Tritoni nun wunderbar. Und wenn mehrere Autos gleichzeitig hupen finden wir, es wäre doch ein schöner Cluster, der so gut zum nebligen Novemberwetter passt.

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