Mach mir den Leonardo

Immer, wenn man auf diesen Camps ist, kommt einem mitten in der Nacht, wenn man sich schlaftrunken in den Schlafsack rollt in den Sinn, wie doof es doch ist, auf Schlaf so angewiesen zu sein. Schließlich, so hat man gehört, haben die großen Geister von da Vinci bis Tesla auch wenig Schlaf gebraucht, beziehungsweise: Polyphasisch geschlafen. Ich selbst, eher Freund eines gepflegten Mittagsschlafes habe das nie ausprobiert, aber wie gesagt..auf solchen Camps, wo ein Großteil des Lebens nach Einbruch der Dunkelheit stattfindet….

Dann liest man allerdings Seiten wie diese oder das
Followup und stellt fest, dass sich die Theorien dazu zwar ziemlich gut anhören, aber in der Realität nicht durchzusetzen sind. Zwar kann Zeit gewonnen werden, dies aber auf Kosten verfügarer Konzentration und Kreativität. Letztlich ist es so, dass man nicht aus seinem Chronotyp kommt: Weder die Phasen, nicht der Rhythmus sind beliebig verschiebbar, der Körper tut sich schwer mi der Adaption und eigentlich funktioniert das alles nicht.

Dabei findet man nebenher auch heraus, dass wahrscheinlich ein gut Teil der propagierten prominenten Beispiele polyphasischer Schläfer erfunden sind…die meisten waren, soweit man das schließen kann entweder biphasisch (Nachtschlaf und Siesta) oder Ausnahmen, die auch unter größten Schlafdefiziten funktionieren konnten.

Dann eben doch: Blöde Biologie. Aber immerhin wissen wir das jetzt. Aus uns wird kein Leonardo (und auch be dem war das wahrscheinlich erfunden).

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