Gendoping

Was ist Gendoping?

Das Thema ist nicht neu, schon seit den 90er Jahren beschäftigen sich Sportler zunehmend mit dem eigenen Erbgut. Die ersten Veröffentlichungen, wie diese hier hatten allerdings zunächst das Geschlecht des Sportlers im Visier, nachdem ein paar Fälle bekannt wurden, in dem weibliche Sportler offensichtlich eigentlich eine XY-Ausstattung hatten und man daher annahm, dass die entsprechenden Leistungen nur daher rühren konnten.
Doch schon 2001 beschäftigt man sich mit den Betrugsmöglichkeiten durch genetische Veränderung bei den Olympischen Spielen 2008- wir werden sehen, inwieweit die getroffenen Vorhersagen der Wahrheit entsprechen.
Neben der Diskussion, inwieweit das überhaupt möglich ist, beschäftigen sich einige Wissenschaftler aber auch bereits 2003 und 2004 (!) mit Nachweismethoden.

Was wird eigentlich verändert? Nach dem erstverlinkten Artikel sind es vornehmlich Komponenten des Sauerstoffstoffwechsels, und des Gewebeaufbaus. Wahrscheinlich wird die nächste Erweiterung der eingriff in Signalwege sein, dann muss man Steroide nicht mehr ständig applizieren.

Die Frage bleibt: Wie soll man es nachweisen? Was unterscheidet den gengedopten Athleten von dem, der tatsächlich die passende genetische Veranlagung mit sich bringt? Werden Rahmenbedingungen erstellt in deren Grenzen bestimmte Parameter ok sind und darüber hinaus nicht? Was, wenn jemand tatsächlich genetisch über den entsprechenden Schranken ist, ohne zu dopen? Kann man unter dem Gesichtspunkt überhaupt Chancengleichheit in den Wettbewerben garantieren oder müssen sich die Sportler vorher genetischen Tests unterziehen, dass alle die gleiche genetische Ausstattung aufweisen? Wird es in Zukunft eine Welle von klagenden Sportlern geben, die ausgeschlossen werden, weil sie nicht den Rahmenbedingungen entsprechen, ohne genetisch manipuliert zu haben? F. Filip fragt bereits 10 Jahre nach der ersten Diskussion: Is science killing Sport?

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