Spaß mit der Bahn: Fahrräder

Unistadt Berlin, Unistadt Potsdam…wer Student in der Region ist, wird die Möglichkeit zu schätzen gelernt haben, dass einem als Student der jeweiligen Unis mit dem Semesterticket auch die Nutzung der Regionalexpresse im VBB möglich ist. Zumal man  30 min spart, wenn man von Potsdam mit dem RE nach Berlin fährt und nicht mit der S-Bahn. Alle vier großen Universitäten der beiden Städte haben mit dem VBB eigene Verträge abgeschlossen, was die Beförderung der Studenten, meist nebst Fahrrad, Kindern, Hund ect. angeht. Nun allerdings läuft es in der Potsdamer Uni seit 2007 offensichtlich anders, den dortigen Studenten ist es anscheinend nunmehr verboten, die RE1 zur Beförderung ihrer Fahhräder zu nutzen. Großartig, wenn man bedenkt, dass man in der Gegend eben genau mit der Kombination Bahn Fahrrad eben doch am schnellsten am Ziel ist. Das hatte zur Folge, dass mich eine unglaublich angepisste freundliche Schaffnerin neulich darauf aufmerksam machte, dass ich doch jetzt 40 Eus zu löhnen hätte, weil ich nebst Fahhrad im RE1 um 8.30 stand. OK?! Wie jetzt? Die Antwort hieß, nach den neuen Verträgen sei es mit als Student doch sowieso verboten, den RE1 in der Zeit von 6-16.00 unter der Woche zu nutzen, sofern ich ein Fahrrad mitnähme. Wie schön nur, dass die Berliner Unis da sowieso nicht mitmachen, offenbar aber alle Studenten der Region in einen Topf geworfen werden (ok…DAS ist nunwieder verständlich, wer kann sich schon die Ausweise der Unis und Fachhochschulen merken, nebst den Vertragsrichtlinien, die damit zussammenhängen?). Was mich hier wundert: Was passiert eigentlich, wenn man mit dem Semesterticket seine Person und einem Fahrradticket sein mechanisches Nutztier passagiert? Wird das Fahrrad dann rausgeschmissen, obwohl es nach geltenden Vorschriften des VBB fährt? Der schreibt auf seiner Seite dazu, dass die Beförderung von Fahrrädern und anderen Gegenständen dem Urteil des Zugbegleiters gemessen nach der aktuellen Verkehrssituation unterliegt. Das ist verständlich, wiewohl man zugeben muss, dass diese Kombination für viele Studenten die einzige Möglichkeit vernünftigen Erreichens des Studienstandorts darstellt. Das diese Regelung offensichtlich auch nicht an der Potsdamer Uni kommuniziert wurde (O-Ton eines weiteren Fahrradfahrers, der neben mir sein Fahrrad zu stehen hatte) ist einfach nur schlecht. Dass es offensichtlich auch seitens des VBB keine Aufklärung weder des eigenen Personals (welche Uni) oder der Kunden stattfand, kann man nur als dreist betrachten. Resultat: Verärgerte Kunden, noch genervteres Personal (und dabei dachte man, es gäbe irgendwo vielleicht einen Maximum)

Daher hier nochmal der Hinweis, solltet Ihr einem Bahnangestellten gegenüberstehen:
1. Seit dem Semseterticketvertrag 2007 können Studenten der Uni Potsdam kein Fahrrad kostenlos mehr in die RE1 mitnehmen (über Fahrradtickets wird nichts gesagt)
2. Diese Regelung gilt nicht für die Berliner Unis (FU, TU, HU)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.