1997

1997 hatte ich noch keinen Computer (nein, echt? hatteste nich? Nee, hatte ich nich.). da war auch noch nicht daran zu denken, womit ich mich so tagein, tagaus beschäftigen würde, so 13 Jahre später. Es ist irgendwie deprimierend, wenn man dann mitbekommt, dass bereits zu dieser Zeit bestimmte Dinge in der Bioinformatik kritisiert wurden, die man sich selbst erst Jahre später erarbeitet hat. In Neal Stephensons Roman Anathem kommt ein Orden vor, dessen zentrale Philosophie davon ausgeht, dass jeder Gedanke bereits gedacht und von jemandem formuliert wurde und man sich damit ersparen kann, sich in gedanklichen Sackgassen weiterzubewegen. Warum das aber (wie in vielen Bereichen) auch auf Kritikpunkte in der bioinformatischen Analyse zutrifft, möchte ich gern wissen. Trotz allem wissenschaftlichen Fortschritt: Seit Jahrzehnten bleiben die Fehler die gleichen:

„(The) example illustrates some general issues of bioinformatics. First, database searching is as much an experimental procedure as are methods carried out at the laboratory bench and thus publications should include a detailed description of the procedures used. In the case of computational biology, precisely which databases were searched, the program(s) used to search them, and the parameters of these programs are important details. Secondly,in many cases, searching of general purpose databases with default parameters may be inadequate.“ (Makalowski. Hum Genet (1997) 99 : 696–697 ).

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