The likelyness of like

Ich war genervt und kurz davor zu explodieren. Seit fünf Minuten erklärte ein amerikanisches Mädchen einem anderen, wie es (hört, hört!) einen Eierkuchen zubereiten könne, unter Verwendung zweier Eier und einer Banane. Manchmal gibt mir die Schamlosigkeit der Lautstärke zu bedenken, in Touristen davon ausgehen, dass niemand in Berlin ihre Sprache spricht? Nun haben wir aber eine signifikante us-amerikanische Minderheit in den Szenebezirken der Stadt. Dann kommt man in den Genuss von Dialogen, die zum größten Teil aus „like“, „kinda“ und „i mean“ sowie „actually“ und einer Ansammlung marodierender Ausrufe-und Fragezeichen bestehen. Ich hab einige Wochen verstreichen lassen und endlich einmal nachgeschlagen, was es damit auf sich hat. Gestoßen bin ich in der allwissenden Müllhalde Wikipedia auf einen Artikel zum „Valleyspeak“ (in der englischen Variante gibt es auch Verlinkungen zu anderen Slangs).

2 Gedanken zu „The likelyness of like

  1. „you know“ hast Du noch vergessen. und „just“ und „really“. das gute ist, daß man sich mit drei solcher Floskeln einen ganzen Abend lang unterhalten kann, wenn’s drauf ankommt („wow, I mean, that’s really amaaaaaazing!“). Das schlechte ist, daß man dann einen ganzen Abend verloren hat, ohne irgendwas gesagt oder erfahren zu haben. Aber wozu auch. Es kommt nicht drauf an, was man sagt, sondern wie man dabei guckt (oder klingt). Deutsche im Ausland können können aber auch ganz schön laut sein, muß man mal sagen.

  2. Stimmt beides. Allerdings sind Amerikaner auch in Amerika laut. Davon abgesehen aber war ich wirklich erleichtert, mal eine Erklärung dazu gefunden zu haben, igendwie macht es das einfacher, dann zu oder wegzuhören. Plötzlich kann man sich entspannt zurücklehnen, weise nicken und mit wichtiger Mine gedanklich sein Halbwissen wieder bestätigt sehen und alles wird leichter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.