Anfang-Mitte-Schluß

Gerade treibe ich mich zur Quellenrecherche auf verschiedenen Seiten herum, nur um festzustellen, dass manche Leute wirklich merkwürdige Ideen haben, wie man Bücher zu lesen hat, um darüber schreiben zu können. Ja, einem Reich-Ranicki hat es vielleicht gereicht, nicht ein komplettes Buch zu lesen, um es rezensieren zu können, aber man sollte zugeben, er hat sich auch nicht mit wissenschaftlichen oder populärwissenschaftlichen Texten beschäftigt. Nun haben wir da also ein Buch (dazu in einem anderen Artikel mehr), der sich wie eine wissenschaftliche Arbeit liest, nur einen sehr populärwissenschaftlichen Titel trägt und ein entsprechendes Vorwort. Danach folgt, wie man es kennt: Einleitung, theoretische Grundlagen, Abwiegen von Für und Wider um auf leisen Sohlen zum eigentlich eigenen Standpunkt zu kommen und den in allen Punkten zu beleuchten.

Ein Rezensent eines solchen Buches sollte sich vielleicht nicht hinstellen, ein bischen am Anfang, in der Mitte und am Schluß blättern und dann behaupten, eine fundierte Meinung von sich geben zu können. Leider tun es manche doch und nun warte ich gespannt auf einen Aufschrei der Empörung. Aber als Beispiel (und oben steht ein wirklich, wirklich kurzer Text):  „Gerade treibe ich da also ein Buch und den in allen Punkten.“

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