von wegen „Bildlich gesprochen“

Ganz kurz: Offenbar ist es so, dass Schriftsteller beim schreiben eher das Sprachzentrum, als visuell assoziierte Hirnregionen verwenden. Eigentlich klar denkt man sich da, oder?

Vielleicht aber auch nicht, denn wer von uns hat beim schreiben nicht den Hinweis bekommen, sich möglichst „bildlich“ auszudrücken. Daraus würde sich doch schließen lassen, dass hier eher eine visuelle Vorstellung dessen von Bedeutung ist, als die Frage, wie das eigentlich „klingt“. Natürlich auf der anderen Seite: Die meisten von uns lesen ja mit interner Stimme, selbst, wenn die um einiges schneller ist, als das, was wir hörbar mit unseren Muskeln erzeugen könnten. Schreiben hat also doch eher was mit virtuellem lesen zu tun.

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