Jaja, aus Fehlern wird man klug…

Es ist ja kein Märchen, dass man beim Erlernen neuer Sachen keine Perfektion an den Tag legen kann, solange man die Grundbegriffe noch nicht beherrscht. Trotzdem schleicht sich der fiese Perfektionismus immer wieder gerne mitten in den Lernprozess und verlang an den unmöglichsten Stellen ein höher, schneller und weiter von uns, ohne Rücksicht darauf, dass man eben nicht wie in Limitless nach 4 Tagen schon Klavierspielen kann. Aber letztendlich ist es ja auch so, dass wir es meist nicht anders mitbekommen haben, denn was wird denn in der Schule oder auch anderswo belohnt: schnelles Adaptieren von vorgegebenen Vorgängen, am besten die perfekte Sofortkopie. Am besten das „mach doch mal schnell “ …(irgendwas, das man zum ersten oder zweiten Mal macht, aber irgendjemand anders in der Gruppe etabliert hat)…

Nun ist es aber auch wissenschaftlich verbrieft, dass Fehler nicht nur zum Lernprozess dazugehören, sondern innerhalb dieses essentiell sind, Es ist nur eine Frage dessen, wie man damit umgeht. Fehler zu machen und dann noch einmal die gleichen ist nicht zielführend,aber sich an bereits gemachte Fehler erinnern und die Lösungsstrategie entsprechend anpassen funktioniert tatsächlich. Es dauert anfangs etwas länger, spart aber später Zeit, wenn man genug gelernt hat. Schade nur, dass es damit in unserer Gesellschaft nicht weit her ist, die ja, siehe oben, gern Sofortperfektionismus praktiziert. Kein Wunder, dass dann Ergebnisse oder überhaupt Protokolle validiert werden können, egal was der zitierte Artikel hochtrabend von Wissenschaftlern behauptet.

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