Cal Newport: Lernstrategien, Arbeitsphilosophien

Im Laufe frustrierender Arbeitsabläufe habe ich mich des öfteren gefragt, woran es eigentlich liegt, dass nichts vorwärts geht, wenn nichts vorwärts geht. Liegt es nun am Großraumbüro? Am Wetter? Am Tagesablauf? Eines der Bücher, die ich in den letzten Wochen zu dem Thema gelesen habe, ist Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World von Cal Newport. Dazu gibt es ein Inverview auf youtube, das den Inhalt ziemlich gut zusammenfasst (s.u).

Darin beschreibt Newport unter anderem Regeln, die es einem erlauben sollen, sich Räume konentrierten Arbeitens zu schaffen um die Sachen voranzutreiben, die einem wichtig sind, ohne das man ständig unterbrochen wird. Oder besser gesagt, ohne dass man sich selbst ständig unterbricht. Wie auch Simon Sinek in seinem Buch „Why leaders eat last“ beschreibt, lassen wir uns nur allzu gern ablenken. Sind abhängig vom akustischen „brrr“, „zing“, „swoosch“ und visuellem Gezappel. Diese sind eng mit positiven Rückmeldungen für vermeindlich wichtige Dinge, meist aber eher unwichtigen Krempel (löschen von Werbeemails o.ä) besetzt. Ein bisschen Pawlov. Es ist daher wichtig, sich Freiräume zu schaffen, in denen man genau davon nicht behelligt wird. Das ist theoretisch jedem klar, aber wie macht man das praktisch?

Newport beschreibt in seinem Buch räumliche, zeitliche und sagen wir methodische Ansätze, wie man sich in einen Zustand konzentrierter Arbeit versetzen kann. Interessant daran ist, dass er häufig darauf verweist, dass unsere Konzentration begrenzt ist. Es ist nicht möglich, den ganzen Tag über mit gleichbleibender hoher Konzentration zu arbeiten. Daher fand ich das Konzept des loggens von „Tiefenarbeit“, von Stunden oder Minuten konzentrierter Arbeit für mich interessant, denn dadurch bekommt man genau die positive Rückmeldung, die einem sonst ein „swoosch“ gegeben hätte. Ein echter Augenöffner waren für mich apps, die quasi einer Browserkindersicherung gleichkommen: zu bestimmten Zeiten, wenn man arbeiten möchte, können bestimmte verführerische Websites, auf denen man sich sonst festliest, nicht aufgerufen werden. Natürlich kann man dazu sagen, „Ich brauche so etwas nicht, ich kann jederzeit aufhören zu lesen/kucken/…“… Ja und am Ende ist wieder der halbe Tag bei youtube verdaddelt und man fühlt sich ausgelaugt, wie nach einem Marathon.

Fazit: Gutes Buch, hilfreich.

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