Kap

Das ging fix: Inzwischen ist das Kap erklommen und wir befinden uns bereits auf der Rückfahrt. In Nerdverhältnissen ausgedrückt hechelt man jedwedem Netz hinterher (;)), denn auf der ganzen Länge gibt es eigentlich nur vielleicht ein paar Bits/sec in den Touriinfos für wirklich teuer Geld oder manchmal, so wie jetzt im größten Hotelanbieter in Honningsvag im Rica Hotel in der Lobby.

Soweit ging die Tour von Kiruna die E10 entlang nach Norwegen, dort, wo die E10 auf die E6 trifft.

Zwischenstation was Abisko im gleichnamigen Nationalpark. Das erreichten wir so ziemlich durchnäßt, was nicht zuletzt an gewissen Mengen Schnees, Hagels und Regens lag, der uns auf dieser Strecke erwartete. Das und der Gegenwind machte aus dieser Strecke leider eine nicht unanstrengende Tour. In Abisko dann große Überraschung: Der ausgeschriebene Campingplatz ist voll und die Wegmarken zu Herbergen oder ähnlichen hören plötzlich mitten auf dem Weg auf. Mmmmh, ach da gibt es noch ein Schild…und so kommen wir in einer Privatherberge unter, warm, trocken und mit Sauna.

Am nächsten Tag schlängeln wir uns auf gut zu fahrender Strecke aber schlechter werdenden Straßenverhältnissen weiter nach oben zum Pass nach Norwegen. Wir erreichen bald die Baumgrenze, Schnee und Geröll säumt den Weg und mit jedem Meter kommen wir auch vegetationsmäßig weiter gen Norden. Norwegen überrascht zum ersten mit einer kilometerlangen Strecke, die bergab ins Tal schießt (definitive Dankbarkeit gegenüber Helmen, winddichten Jacken und Handschuhen, vmax= 64 km/h) um dann in einer sonnig bewaldeten, bergigen Landschaft auf die E6 zu treffen.

Norwegen 1

Weiter geht es nach Hammerfest, zum Teil schonmal mit Schiff und Bus (wegen den Bergen und den Tunneln), und von Hammerfest dann in letzter Etappe nach Olderfjord und zum Nordkap. Hinter Olderfjord wird es (nochmal) merklich kühler bis 0°C und die Strecke zum Kap hoch schaffen wir von Honningsvag auch nur mit schieben, aber man ließ sich sagen, das wäre normal bei teilweise 9% Steigung. Endlich angekommen ist es gar nicht mehr so regnerisch und die Mitternachtssonne schiebt sich zwischen den Wolken hindurch. Die ersten Photos schießen wir fast punktgenau 5 min nach sommerzeitlicher Mitternacht (die Sonne geht natürlich nach Winterzeit und steht erst um 1.00 wirklich im Norden). Puh! Nach dem Gefluche auf der Hinfahrt rollen wir mit dem Bus zurück nach Honningsvag und freuen uns nun auf die Schiffspasage nach Trondheim.


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