Island…reisen

Wer irgendwo festsitzt und gerade nicht wegkommt, dem wird spätestens seit diesem Monat Island ein Begriff sein, weil die Aschewolke des Eyjafjallajökull einmal quer über Europa zieht. Man könnte einen Diskussionsfaden aufmachen, ob es jetzt sinnvoll ist, unter der Wolke zu fliegen (wie die 50 Flüge ) oder das Risiko verstopfter Turbinen in Kauf zu nehmen oder sonstewie, ich frag mich allerdings wirklich, warum die Reisenden, wenn sie seit anderthalb Wochen nicht nach Hause kommen noch nicht auf die Idee gekommen sind, es mal ernsthaft mit dem Land und Wasserweg zu versuchen? Inland ist ja klar, die Bahn meint ja auch, dass sie voll ist. Aber Ausland? Warum kommt Tina Groll in Dehli nicht auf die Idee zur Küste zu fahren und wirklich zu reisen? Per Schiff? Aber heutzutage wollen die Menschen (und informationshungrige Journalisten) ja innerhalb von 48h am Ziel ihrer Wünsche sein. ok. Und langsam reisen ist auch anstrengend. Aber spannend. Und dann hätte sie immerhin eine Geschichte zu erzählen, die die Zeit auch abdrucken würde ohne, dass es Seitenlang dämliche Kommentare regnet.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Wenn ich nicht gerade anderweitig eingespannt wäre, würde ich heute noch nach Island fahren, um DAS (und DAS) zu sehen. Die Route könnte sich entspannt gestalten: nach Esbjerg mit dem Zug (1x umsteigen) und per Schiff innerhalb von 2 Tagen nach Seydisfjördur.

Was will man sagen…leider kommt mir gerade anderes dazwischen.

Update: Natürlich hab ich keinen Augenblick daran gedacht, dass es ja Transitreisende gibt. Hierzu ein äußerst kluger Artikel hier.
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Weil es offenbar niemand in den Medien auszusprechen weiß:

Eyja-fjadla-jö-küdl

(offenes ö, sehr kurzes ü, doppelte ls werden im Isländischen meist zu „dl“)

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