Offensichtliches

Mitunter war 2010 ein Paradebeispiel von „told-you so“. Seit einigen Jahren hat sich personalisierte Medizin/Diagnostik auch in kommerziellen Angeboten wie 23andMe niedergeschlagen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand Bedenken bekommt, was die Analyse personalisierter Informationen angeht. Spätestens nach diesem Gau war eine Reaktion staatlich/bürokratischer Natur absehbar, schließlich sollte irgendeine verläßliche Versicherung vor Anbieter und Kunden bestehen, dass die Daten, die analysiert werden nicht vertauscht bzw. mangelhaft bearbeitet werden. Schließlich glauben Leute, die ihre DNA zur Analyse weitergeben wirklich, dass da was Aussagekräftiges für sie und ihren Gesundheitsspleen herauskommt. Wie dem auch sei, ob das jetzt der Ausschlaggebende Punkt war, jedenfalls verkündete die FDA kurze Zeit später, dass sie sich nun um das Problem kümmern will. Oder um es aus der Sicht von 23andMe zu formulieren: Wir freuen uns auf die Mitarbeit (quasi). Ja nett. Keiner wird merken, dass 23andMe unter die (diesmal wahrscheinlich gerechtfertigte) Fuchtel der FDA gezwungen wird. Aber personalisierte Medizin ohne Offenlegung der Methoden und Standards ist eben nicht zu machen, spätestens wenn das Ergebnis für irgendwas herhalten soll, kommt eine offizielle Stelle und mischt mit. told you so.