Wissenschaft und der arabische Frühling

Heute morgen habe ich wirklich überlegt, ob ich jemals eine Veröffentlichung in der Hand hatte, die im mittleren Osten entstanden ist. Nein, Israel zählt hier mal nicht und auch die Universität von Ramallah würde ohne europäisches Geld nicht funktionieren, insofern mache ich hier auch einen cut. Davon abgesehen, dass die Länder der arabischen Halbinsel zum Teil in Geld schwimmen, zum Teil eigentlich Teil einer jahrtausendelangen wissenskultur sein sollten: Araber und Wissenschaft scheinen in den entsprechenden Ländern nicht zusammenzugehen. All das scheint nach dem 13. Jh, nach den letzten großen wissenschaftlichen Fortschritten zusammengebrochen zu sein. Kein Wunder das viele Wissenschaftler arabischer Abstammung große Hoffnungen in den arabischen Frühling setzten. Das war 2011, auch noch 2012. Inzwischen versinken die Länder, die es betraf wieder in Lethargie, keine Spur von der Hoffnung auf Besserung ist geblieben. Wie auch, wenn es in allen Ländern scheint, als würde jetzt eine strengere Doktrin als vorher herrschen? Auch in Saudi-Arabien, das ja nach aussen von den Ereignissen völlig unangetastet scheint, nimmt sich Wissenschaft als nicht mehr als Inseln in der Wüste aus. Schade, schade möchte man da sagen. Ab und zu kommt dann jemand und schreit öffentlich auf. Nur schreien allein hilft nicht, wenn die Kultur der Länder nicht zuläßt, das gebildete Menschen im Land bleiben. Wer es sich leisten kann verschwindet.