was haben SNPs mit Nationalität zu tun?

Das Fachgebiet der Populationsgenetik ist im Grunde schön und anschaulich. Wissenschaftler haben anhand der hier etablierten Methoden die Möglichkeit, Artn und Rassen geographisch voneinander abzugrenzen und über die Zeit Veränderungen dieser Grenzen zu dokumentieren, diese in größere biologische Zusammenhänge einzuordnen und so einen wichtigen Teil zur Erforschung von Wechselwirkungen innerhalb oder zwischen Ökosystemen oder geographisch getrennten Gebieten zu leisten

Allerdings sind die Konsequenzen dieses geographisch zuordnenden Wissens nicht ohne Probleme, beinhalten sie doch immer das Argument, etwas sei reinrassig oder mischrassig. In eher harmloseren Fällen (wennauch ebenso erschreckend), wird unter diesem Gesichtspunkt Nachwuchs aus Fehlpaarungen in Zoos entsorgt, da dieser nicht reinrassig (für eine bestimmte Region und eine bestimmte Unterart) ist.
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Reflect

In Nature wurde neulich ein Werkzeug für das Lesen von Texten vorgestellt.

Man kennt das ja: Neues Thema, viele, viele Paper und eigentlich müsste man 20 Seiten gleichzeitig aufhaben, damit man sich durch die vielen Moleküle wühlen kann. Reflect erleichtert das auf zwei Arten:

Nach Installation des Plugins werden, bei klicken auf Reflect alle Moleküle unterlegt, man hat also direkt im Text einen visuellen Eindruck, was denn alles vorkommt. Das erinnert an IHOP und nicht zuletzt berufen sich die Designer des Plugins auch darauf. Aber: bei Doppelklick auf das entsprechende Molekül öffnet sich ein Fenster mit Zusatzinfos.

Hier kann man dann weiterbrowsen und für den ersten Eindruck:“ Was hab ich hier gerade vor mir?“ reicht es aus.

Genetischer Fingerabdruck

In der Kriminalistik kam man bereits vor Jahren auf den Gedanken, neben Fingerabdrücken auch die DNA von Beschuldigten in Betracht zu ziehen. Die öffentliche Meinung wurde nicht zuletzt durch verschiedene Serien positiv beeinflußt. Daher werden DNA-Nachweise im allgemeinen als hochspezifisch und verläßlich angesehen. In den U.S. gibt es nicht zuletzt eine hohe Erfolgsquote des Vereins Innocence bei der Aufklärung alter Verbrechen durch zusätzliche DNA-Tests, was zum Freispruch bereits Verurteilter führte.
Auf der anderen Seite: Nicht erst seit GATTACA ist klar, dass man auch genetische Spuren fälschen kann. Und der große Vorteil von DNA-Fingerprinting, seine Sensitivität ist auch sein größter Nachteil: Unter der Annahme, dass es kaum möglich ist, wirklich unter Reinraumbedingungen zu arbeiten kommt es zwangsläufig jederzeit zu Kontaminationen. Diese müssen aus dem Ergebnis erst wieder herausgefiltert werden. Ein Beispiel, dass das nicht immer möglich ist, zeigt SPON in einem seiner Artikel. Seit Jahren wird im Zusammenhang mit mindestens 10 Verbrechen eine Frau gesucht, deren DNA an den entsprechenden Tatorten immer gefunden wurde. Allerdings sieht es nun so aus, als stammen die DNA-Proben von kontaminierten Chargen der Teststreifen, mit denen die DNA entnommen wurde. Schade aber auch, dass das mit dem blinden Vertrauen in die Technik so gegen die Wand laufen kann…

Einreise in die US

Vielen Dank an Hannes, der mir diesen schönen Screenshot von der Immigration-seite der USA gemacht hat. Bekanntlich gelten seit dem Januar neue Einreisebestimmungen bei denen unter anderem vor dem Abflug eine elektronische Einreisebestimmung zu beantragen ist. Geht man allerdings auf die Seite der Immigration bekommt man diesen schönen Warnhinweis serviert.