DAVID Reduktion

DAVID ist ein ziemlich mächtiges Tool, wenn es darum geht, biologischen Sinn aus daten zu gewinnen. Das Problem ist nur, dass Bioinformatiker und Biologen an dieser Stelle zwei unterschiedliche Ansätze fahren. Der Bioinformatiker möchte natürlich so viel wie möglich aus den Daten herausziehen und fährt, wenn es beim Auswählen der Datenbanken geht meist nach dem Prinzip Default oder gleich alles. Das macht für den Biologen wiederum wenig Sinn, denn für ihn ist die Argumentation so:

1. Ich möchte das wiederfinden, was ich seit 10 Jahren mit anderen Methoden bereits im Labor sehe
2. Ich möchte die These bestätigt finden, die der Doktorand X vor vier Jahren in seiner Doktorarbeit aufgestellt hat, die wir aber bisher nie wieder so nachweisen konnten
3. Und es darf auch noch ein bisschen mehr sein.

Insofern macht es Sinn, einerseits den Partner aus dem Labor zu einem Gespräch einzuladen, damit man wirklich versteht, was er denn eigentlich sucht und danach den Teil der Analyse auf das zu beschränken, was für das Nachprüfen im Labor und die weitere Arbeit wirklich Sinn macht. Alles andere ist zwar schöne Spielerei, aber von keinem praktischen Nutzen und führt vor allem zu immenser Miskommunikation und folglich Zeitverlust für beide Seiten.