politische Karten

Wenn man mit dem aktuellen Wahlergebnis nicht einverstanden ist, hilft es vielleicht in etwas größeren Dimensionen zu denken-alles hat seine Zeit. Ich fand es ja interessant, wie anschaulich die Karte zeigt, wie früh Staaten wie Frankreich zu einer sagen wir stabilen territorialen Basis gefunden haben, während so ein Konstrukt wie Deutschland sich hin und herzerpuzzelt hat. Leider stimmen die Jahreszahlen nicht immer mit den Veränderungen überein, aber im großen und ganzen folgt es doch immer den Gegebenheiten.

schöne technische Dinge

Da man zur Zeit die meisten Stunden des Tages vor dem Rechner verbringt und Dinge klickt, die nichts mit dem zu tun haben, was man eigentlich macht nur um dem Bildschirmschoner auszuweichen der bedrohlich „Du solltest arbeiten!“ verkündet, findet man mitunter schöne Dinge, die zu kaufen leider ziemlich unmöglich (weil unerschwinglich) ist.
Die Curta ist so ein Ding, eine mechanische Rechenmaschine in Pfeffermühlenform (nur kleiner). hergestellt in zwei Ausführungen (I und II) von 1948 bis 1970 kann man mit ihr die vier Grundrechenarten durchexerzieren und wenn man mag sogar Wurzeln ziehen. Natürlich ist das nichts im Vergleich zu heutigen Taschenrechnern, die bereits Grundschülern in die Hand gedrückt werden, obwohl diese nicht mehr von Wurzeln verstehen, als das selbige wohl zu Bäumen gehören.

Die Curta ist, wie das unten stehende Video und die Bilder in den verlinkten Artikeln zeigen wirklich ein formschönes, handliches, begreifbares (im wahrsten Sinne des Wortes) Gerät, das sich auch heute sicher schnell benutzen läßt, wenn man ein bischen Übung hat. Kein Wunder, dass es eine kleine Fangemeinde gibt, die ihre Curta schätzen und lieben. Nur der Blick in die einschlägigen Häuser im Netz offenbart die Unerschwinglichkeit dieser Sammlerstücke…soviel will man (noch) nicht für nostalgische Technik ausgeben.

YouTube Preview Image

*Entwicklungsgeschichte hier.

Dresden ex Weltkulturerbe

Sehr traurig. Gut beschrieben hier und das pdf mit dem Gutachten dazu ist hier einzusehen.

Im Fazit des Gutachtens (S105-107) heißt es:
„Die vorgenommenen Sichtfeldanalysen zeigen, dass der „Verkehrszug Waldschlösschenbrücke“ durch seine Situierung am „Scheitelpunkt“ des Elbtalbogens an einer für die räumliche Wahrnehmung dieses Landschaftsraums sehr sensiblen Stelle geplant ist. Momentan besteht aus „Fußgängerperspektive“ beim Durchqueren des Talraums ein
zusammenhängender Landschaftsraum, dessen visuelle Qualitäten im wesentlichen auf zwei Faktoren basieren: Einerseits setzen sich aus dieser Perspektive die Elbwiesen als charakteristisches Element des Landschaftsraums kontinuierlich fort, so dass trotz der Talkrümmung immer ein optischer zusammenhang besteht, der sich sequentiv 106 zum Gesamtraumerlebnis addiert. Andererseits sind beim Durchqueren des Talraums die bestehenden Landmarken und Dominanten, beispielsweise die Elbschlösser oder
die Stadtsilhouette der Innenstadt, von zentraler Bedeutung. Sie treten durch die Krümmung des Elbtals sukzessive ins Blickfeld, wodurch beim Beobachter ebenfalls der Eindruck eines zusammenhängenden Raumkontinuums entsteht. Im Falle einer Realisierung des Brückenbauwerks des Verkehrszugs wäre die Kontinuität dieser visuellen Wahrnehmung an verschiedenen Stellen nicht mehr gewährleistet, wodurch er aus dieser Perspektive optisch in zwei Hälften getrennt wird.“

Und weiter in der Begründung für die Empfehlung:
„1. Die Waldschlösschenbrücke reiht sich nicht in die Kette der Dresdner Stadtbrücken ein.[…]
2. Die Waldschlösschenbrücke verstellt einige in der Geschichte wie im heutigen Stadtalltag wichtige Blickbeziehungen auf die Silhouette Dresdens wie auf das Elbtal.[…]
Entscheidend für die zusammenfassende Stellungnahme ist jedoch aus Gutachtersicht die dritte Feststellung:
3. Die Waldschlösschenbrücke zerschneidet den zusammenhängenden Landschaftsraum des Elbbogens an der empfindlichsten Stelle und teilt ihn irreversibel in zwei Hälften. […]

MacGyver, Kowloon, Fahrräder, Worte retten

Ohne Überleitung aneinandergeheftete Notizzettel:

Als wir damals jung waren, haben wir immer ein Schweizer Taschenmesser haben wollen. Weil MacGyver auch eins hatte und immer alle
Probleme damit lösen konnte.

Ein Wikipediaartikel zu Kowloon City, die in ihrer Ästhetik sehr an die Bücher William Gibsons erinnert. Wo ist Chiba?

Da fuhr neulich ein Typ mit einem 80 Jahre alten Fahrrad neben mir her und gab mir diesen Tip.

Die Times schreibt einen Artikel zur Rettung schöner Worte
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