how sweet the moonlight

Der Sommer ist verregnet genug, um zu reflektieren, wie sehr man in dem stagniert, was man tut. Und weil dem so ist, sucht man sich Ventile, es zumindest nicht so erscheinen zu lassen…zum Beispiel wollte man schon immer mehr über Kunst wissen..

Ernst Gombrich hat mit der „Geschichte der Kunst“ vielleicht DEN Klassiker zur Einführung in die Kunstgeschichte geschrieben und das bereits 1950. Die internationale 16te Ausgabe, die ich in den Händen halte ist gegenüber der Erstausgabe mehrfach umgestaltet und erweitert worden, zum Teil vereinheitlicht (in den vorherigen deutschsprachigen Ausgaben wurde dem deutschsprachigen Raum ein wenig mehr Platz eingeräumt). Darüber wollte ich aber gar nicht schreiben. Was zu dem Buch vielleicht interessant ist ist: Es lohnt sich wirklich, auch wenn man häufig der Meinung sein könnte, Bücher, die stark beworben werden und einem als DIE Werke zum Thema aufs Butterbrot gestrichen werden, sind eigentlich nur Produkte einer bestimmten gezielten Verlagswerbung. Nunja. Hier trifft das nicht zu. Die Kapitel sind vergleichsweise kurz und übersichtlich, sehr nah am neugierigen Leser geschrieben und wenn man nicht Gefahr liefe, alles, was man gerade mit großem Ach und Achso gelesen zu haben wieder zu vergessen, könnte man es wahrscheinlich recht schnell lesen. Es bleibt erstaunlich viel hängen und man bekommt als Leser einen Eindruck des „Warum-Darum“, den man bei anderen beschreibenden Werken sicher nicht hat. Zum weiterlesen (Gombrichspezifisch) lohnt es sich, einmal in dieses Archiv hineinzuschauen, dort gibt es einen Haufen weiterer lesenswerter Artikel von ihm.

Wie man so vor dem Rechner sitzt hat man auch Zeit, anderes zu klicken, und weil es einer bestimmten Stimmung geschuldet ist, landet man schnell bei Andreas Scholl, dessen Stimme und Einspielungen vielleicht am besten zu diesem Sommer passen.

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