Heute schreibe ich eine Bewerbung

Das war der Plan, dazu habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt. Keine 5 min später… und ich sitze wieder von Youtube und lasse mich berieseln. Zum Glück bin ich auf dieses Video gestoßen:

Lassen wir mal den Werbeteil und die Tatsache weg, dass der Vortrag unglaublich agressiv vermittelt (sagte ich nicht, wir lassen den Werbeteil weg…also nochmal auf Anfang), ganz davon abgesehen, das sich Mel Robbins wie eine Nanny für Erwachsene zeigt, steckt hier doch einiges darin, was nicht nur so auf theoretischer Basis interessant ist, sondern mich immerhin wieder zum Schreiben eines kurzen Eintrags brachte.

In aller Kürze ist es das:
1. Fang an.
Was Du nicht innerhalb von 5 Sekunden tust, tust Du nicht. Das kann natürlich auch von Vorteil sein, wenn man sich dazu bringen möchte, eben genau eine Handlung zu lassen (zum Beispiel Youtube zu klicken anstatt nach den Informationen zu suchen, die man eigentlich benötigt). Generell geht es aber hier eher darum, Aktionismus zu zeigen und das zu tun, was man sonst wieder aufschieben würde. Anfangen ist der Schlüssel überhaupt dazu, etwas gebacken zu bekommen.
2. Was Du wirklich willst, weißt Du.
Denkst Du zu sehr nach, kommen die Zweifel, das Umfeld, der ganze politische Rattenschwanz.
3. Getting what you want is simple, but not necessarily easy.
Dinge, die ich auf Deutsch nicht schreiben will, weil es im Deutschen nicht so griffig ist.
4. Du bekommst, was Du willst.
Gibst Du Dich zufrieden (I am fine), bekommst Du auch nur mittelmäßiges.

Das Ende vom Lied: Dieser Blogartikel.

Das geht?

Menschen, die wenig mit Mathematik zu tun haben, lieben es ja, wenn sie Süßigkeiten präsentiert bekommen, die sie zumindest glauben zu verstehen und mit denen sie bei der nächstbesten Gelegenheit auftrumpfen können. Warscheinlich wird das einem vernünftigen Wissenschaftler nicht mehr als ein müdes Gähnen entlocken, aber natürlich war ich überrascht, erstaunt und begeistert, dass sich mit einem Satz sowohl die Quadratur des Kreises, als auch diese biblischen Essensvermehrungen erklären lassen: dem Satz von Banach und Tarski (Warschau 1924). Der besagt, dass wenn man das Auswahlaxiom gelten läßt (dessen Definition ich zugegebenerweise nun echt nicht verstanden habe), es möglich ist mit er gängigen Definition von Punktmengen aus einem bestimmten Volumen durch Zerlegen dieser ein weiteres, gleich großes zu erzeugen. In gewissen Grenzen ist das auch auf Flächen überträgbar, weswegen dann logischerweise auch ein Kreis sich ein Quadrat gleichen Flächeninhalts zerlegen läßt.

Zum Glück (denn dann würde man immer das Doppelte bekommen, wenn man was kaputt macht…man denke nur an Polterabende und die unendlichen Mengen an schrecklickem Geschirr, die man erzeugt) scheitert das, was in der Mathematik funktioniert an den physikalischen Gegebenheiten.  Das Manko mit dem steinreich werden läßt sich vielleicht verschmerzen, für alle Fälle gibt es ja immernoch genug andere Möglichkeiten Gold herzustellen (nuja).

Sterne kucken

Wenn man nur Zeit hätte, das alles wirklich zu lesen und zu kucken.

Die Universität von Nottingham hat unter der URL sixtysymbols.com viele kleine, sehr verständlich und vor allem begeistert gemachte Videos ins Netz gestellt, die einem alles Mögliche zum Thema erklären, von Winkelgeschwindigkeit über die Planeten des Planetensystems bis zu (warum auch immer) die akustischen Eigenschaften von Vuvuzeelas.

Ein sehr nettes Werkzeug zum Sternekucken gibt es von Hnsky. Es ist immer ein bischen schade, dass man in großen Städten so unglaublich wenig sieht, auf der anderen Seite ist man ein bischen erschlagen von der Fülle an Informationen, die man auslesen kann.

DNA profiling kurz: VNTRs und STRs

Unter DNA-Profiling versteht man Techniken, die zur Identifizierung von Individuen aufgrund ihres genetischen Materials herangezogen werden können. Um einzelne Menschen voneinander zu unterscheiden können nur begrenzte Bereiche des Genoms verwendet werden. Im allgemeinen verwendet man dazu Subklassen der VNTRs (variable numbers of tandem repeats), kurze, nichtkodierende DNA-Sequenzen, die in Tandemstrukturen vorliegen und sich in bestimmter Anzahl hintereinander wiederholen. VNTRs können individuell sehr unterschiedlich sein, folgen aber auch Vererbungsregeln, die es möglich machen, Abstammungen zu klären. Eine Untergruppe der VNTRs, die sog. STRs (short tandem repeats) werden zur konventionellen Unterscheidung von Individuen herangezogen, da sie in hohem Maße längenpolymorph sind.  In Deutschland werden die hier verlinkten STRs verwendet.

Eine ausführliche Literatursammlung zu Thema ist hier zu finden.