Gysi Reportage…interessant

Eigentlich sollte die Reportage mindestens 7 Tage auf den ARD-Seiten verfügbar sein, dreimal darf man raten, was es nicht mehr auf der Seite gibt.

Das kann nicht nur damit zusammenhängen, dass einige Passagen aus dem Vorspann bereits herausgenommen werden mussten, Gysi hat sicher weitergeklagt. Erbärmlich!

http://www.youtube.com/watch?v=DLbj2F3lJOE

Man könnte sagen, man solle es fleißig verbreiten, ähnlich wie gewisse offene Briefe an Ministerinnen, um zu zeigen, dass das Netz nicht vergisst und Dokumente natürlich immer irgendwo herumschwirren. Anonymous ahoi!

kurze Gedächtnisstütze

Beim Durchsehen fanden sich zwei Artikel, die sich nach der unglaublichen Rede unseres Bundeskaspers (siehe unten) über dieselbe nicht genug aufregen konnten. Ich schließe mich dem an, allein es fehlen die Worte.

An dieser Stelle kann ich es mir jedoch nicht verkneifen noch einmal auf die Richtung hinzuweisen, aus der dieser Herr kommt.

http://www.youtube.com/watch?v=XGcOCn9fFx0

update: und eine schöne Analyse der gespiegelten Rede in der Türkei.

Reuters/Irak

Vor gut zwei Wochen stellte Wikileaks das Video eines US-Militärhubschraubers aus dem Jahr 2007 ins Netz. Zu sehen ist, wie scheinbar bewaffnete Irakis mit einer größeren Offensive aus der Luft bedacht werden. Wer das Video gesehen hat ist, wie auch in verschiedenen Medien berichtet wurde, Augenzeuge einer grotesken Fehleinschätzung geworden, die zum Tod zweier Reutersmitarbeiter führte. Bereits 2008 hatte Reuters versucht, an das entsprechende Material zu kommen, ist aber beim US Militär auf taube Ohren gestoßen. Interessanterweise ist die militärinterne Kopie des Videos zur Zeit nicht aufzufinden, was die leise Frage in den Raum wirft, ob sie überhaupt 2008 dort vorhanden war. Man will ja niemanden der Lüge bezichtigen. Die Frage, die sich zur Zeit bei Reuters stellt ist: Wie ernst meinten sie die Anfrage 2008? Der Gawker schreibt, das Reuters sehr schnell versucht hat, sich des Problems zu entledigen, indem man es ignoriert. Wer will, kann herauslesen, dass sich Reuters nicht um einheimische Mitarbeiter in Krisenregionen kümmert, weil es eben „nur“ Einheimische sind. Das und die Anbiederung an das U.S. Militär wäre fatal, denn es ist nicht der erste Vorfall, in dem einheimische Reuters-Journalisten für Gegner gehalten wurden. Ein bischen Reflektion wäre von beiden Seiten angebracht.

Berlin: Polizeikongreß und Artenschutz

In Berlin läuft ja gerade der internationale Polizeikongreß und gleich am ersten Tag leisten sich die Veranstalter vor versammelter Presse eine Schote sondergleichen.
Da ist der Innenstaatssekretär Ole Schröder (wisst schon, der mit der Köhler…siehe anderer Artikel) gerade dabei eine Rede zu halten, da wird ein Kongreßteilnehmer des Kongreßes verwiesen. Wie auf Netzpolitik zu lesen ist zahlender IT-Experte aus Berlin, der auf Firmenticket anwesend war. Und warum? Weil er CCC-Mitgleid ist und was die Gerüchteküche (sprich Fefe) sagt, weil jemand behauptet, während des 26C3 das Gebäude verwanzt zu haben. Aaaaaaha. Nun ist es ja so, dass die bereits vorher wussten, wer zum Kongreß kommt, also wieso ergeht jetzt erst das Kongreßverbot, nachdem ein Firmenticket für 895.- gekauft wurde (stimmt tatsächlich, steht so auf den Kongreßsseiten…und ich dachte Biokongreße würden von Halsabschneidern organisiert…) und der Teilnehmer namentlich angemeldet wurde? Vor Wochen? Wir sind gespannt auf das Medienecho, war ja genug Presse im Raum.

update: ist wohl nicht so sehr heiß geredet worden. Die Gerüchteküche spricht von einer Entschuldigung seitens der Veranstalter an das entsprchende CCC-Mitglied, offizielle Bestätigungen kann ich allerdings nicht entdecken. Stattdessen das hier. Da wird das ganze auch noch als Sieg über einen geplantne Lauschangriff dargestellt. How stupid can you get!

Auch schön das hier:

Miljö

Was man nicht so alles im Briefkasten findet…Fragebögen zum Milieuschutz. Weil man als Einwohner inzwischen eine bedrohte Art ist. Stimmt ja auch. Leider ist das weniger steigenden Mieten als dem Zuzug vertrottelter Kleinstädter zu verdanken, die glauben sich in der Großstadt alles leisten zu können. Oder ihr Kleinstadtleben weiterführen zu können. Dass das (neben steigenden Mieten) natürlich vor allem Unwohlsein verbreitet, haben sie leider vergessen zu erfragen. Schade eigentlich, so wird auch eine Abteilung für Stadtentwicklung nicht schlauer.