Tourplanung dank Telephon

Diesmal muss ich doch mal ein Loblied auf das Smartphone singen, dass ich seit einigen Monaten mein eigen nenne. Das Nexus 4 Google phone ist ein wirklich brauchbarer und robuster Begleiter, derzeit bestes Planungsgerät durch Italien und Schottland. Wer hätte das gedacht, die meisten Apps funktionieren tadellos, die Bedienung ist wunderbar intuitiv und leichtgängig. Dabei ist das Telephon leicht und elegant, vielleicht nicht das kleinste, aber sicher auch nicht das voluminöseste auf dem Markt.

Tourplanungen sind dank Googlemaps, offline aber vor allem dank Maps with me kein Problem, in den meisten Unterkünften gibt es ja inzwischen WLAN. Einziges Manko hier: In Italien, wie auch in Schottland gibt es an öffentlichen Orten sehr wohl Internet, dieses ist aber offenbar ausschließlich (soweit getestet) mit simkarten einheimischer Hersteller möglich.

Island…reisen

Wer irgendwo festsitzt und gerade nicht wegkommt, dem wird spätestens seit diesem Monat Island ein Begriff sein, weil die Aschewolke des Eyjafjallajökull einmal quer über Europa zieht. Man könnte einen Diskussionsfaden aufmachen, ob es jetzt sinnvoll ist, unter der Wolke zu fliegen (wie die 50 Flüge ) oder das Risiko verstopfter Turbinen in Kauf zu nehmen oder sonstewie, ich frag mich allerdings wirklich, warum die Reisenden, wenn sie seit anderthalb Wochen nicht nach Hause kommen noch nicht auf die Idee gekommen sind, es mal ernsthaft mit dem Land und Wasserweg zu versuchen? Inland ist ja klar, die Bahn meint ja auch, dass sie voll ist. Aber Ausland? Warum kommt Tina Groll in Dehli nicht auf die Idee zur Küste zu fahren und wirklich zu reisen? Per Schiff? Aber heutzutage wollen die Menschen (und informationshungrige Journalisten) ja innerhalb von 48h am Ziel ihrer Wünsche sein. ok. Und langsam reisen ist auch anstrengend. Aber spannend. Und dann hätte sie immerhin eine Geschichte zu erzählen, die die Zeit auch abdrucken würde ohne, dass es Seitenlang dämliche Kommentare regnet.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Wenn ich nicht gerade anderweitig eingespannt wäre, würde ich heute noch nach Island fahren, um DAS (und DAS) zu sehen. Die Route könnte sich entspannt gestalten: nach Esbjerg mit dem Zug (1x umsteigen) und per Schiff innerhalb von 2 Tagen nach Seydisfjördur.

Was will man sagen…leider kommt mir gerade anderes dazwischen.

Update: Natürlich hab ich keinen Augenblick daran gedacht, dass es ja Transitreisende gibt. Hierzu ein äußerst kluger Artikel hier.
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Weil es offenbar niemand in den Medien auszusprechen weiß:

Eyja-fjadla-jö-küdl

(offenes ö, sehr kurzes ü, doppelte ls werden im Isländischen meist zu „dl“)

Irish Coffee

Wer hätte gedacht, dass der einzige genießbare Kaffee in Dublin tatsächlich Irish Coffee mit entsprechend viel Whiskey sein soll?

Eigentlich gibt es hier in jedem Zeitungsladen Kaffee und jeder Mensch auf der Straße kommt einem um 7 Uhr morgens mit einem dampfenden Becher eintgegen. Nur leider kommt der Kaffee aus dem Heißwasser-Instantkrümelautomaten, was alle „Variationen“ gleich schlecht schmecken läßt. Die Alternative dazu besteht im Starbucksäquivalent Insomnia , das mit Fair Trade Coffee wirbt. Das Gebräu ist auch überraschend dunkel und stark, nur leider dazu auch sauer und bitter. Schade, schade, dann eben doch lieber Tee. Aternativ dazu gibt es den Klassiker längst vergangener Hackertreffen im Supermarkt: Ich musste sehr schmunzeln, dass ich hier wieder Jolt-Cola fand.