Schwalbenschwatz

In einem der Hangars nisten Schwalben. Das an sich ist schon niedlich genug, denn während der Vorträge ist ein ständiges Ein- und Ausfliegen. Und des öfteren hat man das Gefühl, dass besagte Schwalben die Vorträge kommentieren. Gerade zum Beispiel läuft ein Vortrag zu Windkraftanlagen und ich habe das zweifelhafte Glück direkt unter einer sich putzenden Schwalbe zu sitzen. Die geschwätzig mit einer anderen tschilpt, die sich über dem Eingang niedergelassen hat. Während sich die beiden also vom draußen niedergehenden Regen befreien und Ihre Federn in Ordnung bringen hört man von vorn solche Dinge wie „…gibt es auch mit einem oder bis zu vier Flügeln“…“kann man die Überdrehung bei Windkraftanlagen direkt ausnutzen“. ‚jaja‘ hört man die Schwalben dazu scwatzen. ‚Flügel kenn ich. Menschen sind komische Wesen, so was in die Gegend zu stellen. Die machen uns Naturfliegern nur die Strömungen kaputt und sind laut. Nur wegen das, was sie *Strom* nennen. Sitzen da unten und hacken auf diesen schwarzen und weißen dingern herum, als gäbe es kein morgen.‘ Ja, recht haben sie. Trotzdem interessant und deswegen werde ich jetzt weiter zuhören. Derweil werden junge Schwalben gefüttert und ältere im Fliegen unterrichtet (’nee Du…so nicht…die Kurve musst Du anders fliegen, sonst kommst Du nicht an die Wand…‘)