Reduktion

„Zurückführung,  Herabsetzung, Einschränkung, Minderung“ (Mitte 16. Jh.), in der Sprache der wissenschaft „Zurückführung von etwas Kompliziertem auf einen einfachen Sachverhalt“

(etymolog Wörterbuch,Edition Kramer 2012)

Wir sammeln, horten, sortieren, katalogisieren; Bilder, Artikel, Anfänge, Enden, Szenen, Theorien, Gedankenfetzen auf Zetteln und in kleinen Dateien in den staubigen Ecken unserer Rechner. Wir glauben uns verloren, wenn die Platte abstürzt und alles, was uns virtuell auszumachen scheint, restlos verloren ist. Heute habe ich drei Viertel meiner Linksammlung gelöscht, zu Bildern, Seiten, Artikeln. Ein gedankenloses Sudelbuch, dass nur mit einem unsortierten (teilweise sortierten) Papierkorb zu vergleichen ist. Material, zu denen keine Artikel mehr geschrieben werden, weil die Zeit darüber hinweggegangen ist. Bilder, die nicht mehr repräsentieren, was ich sagen will, Verweise auf 404. Ich bin Tonnen an Informationsballast los. Informationszombies, die durch meinen Browser spuken und einem die Konzentration für das nehmen, was ich eigentlich machen will. Der Rest ist in einer kleinen Kiste verpackt, zeitlos oder bleibt doch zumindest übrig, wenn man die Zeit wegnimmt. Darunter ein Howto, um aus Zip-Fesseln herauszukommen (man weiß ja nie, was für Demonstrationen noch kommen können),

Wie man Weinflaschen ohne Korkenzieher aufbekommt (ich habe mir versichern lassen, dass das funktioniert, nur war ich bislang nie in der Verlegenheit…) und ein paar andere Videos, die ich einfach hier einschließe (bis das der link erlischt).